Donnerstag, 3. Dezember 2015

Hilfe! Mein Hund hat eine Warze!

http://www.heiltierarzt.de/bilder/fallbeispiele/tumor-unterlippe-1-800.jpg

Hilfe, mein Hund hat eine Warze! 
Viele Menschen machen sich große Sorgen, wenn sie an ihrem Hund den besonderen Fund einer Warze machen. Doch Warzen sind gutartige Tumore, vor denen man keine Angst haben muss. 




Besonders oft treten sie gerade in der Maulgegend auf und können dem Hund beim Fressen stören. Genau deshalb kann man die Warzen auch entfernen lassen. 

Auch Smokie hat eine Warze und daher habe ich mir auch schon lange Fragen zu diesem Thema gestellt. Zum Glück hat sich die liebe Tierärztin Frau Anette Fach dazu bereit erklärt, meine Fragen zu dem Thema zu beantworten. Doch die ein oder anderen Fragen beantwortete ich mir selber durch die Seite hund.info.
Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen von euch :)


Guten Tag liebe Frau Fach, eine Frage interessiert mich schon die ganze Zeit. Wie entstehen die Warzen am Hund eigentlich?

Beim Tier werden viele typisch warzernartige Hautveränderungen als Warzen bezeichnet, obwohl unterschiedliche Tumore (auch bösartige Tumore) als Ursache zugrunde liegen können. Die echten Warzen werden typischerweise durch Papilloma-Viren hervorgerufen, was beim Junghund auch anerkannt ist. Bei älteren Hunden gibt es Warzen, die virusbedingt sind und solche, die eventuell nicht-virusbedingt sind. Dies ist teilweise immer noch strittig. Auf jeden Fall sind echte Warzen gutartige Tumore der Haut (teilweise auch des Bindegewebes)

Was genau sind diese Papilloma-Viren?

Warzen werden durch sogenannte Papillomaviren hervorgerufen.
Diese Gruppe von Viren umfasst viele verschiedene Vertreter, die größtenteils streng speziesspezifisch sind, d. h. sie haben sich auf eine bestimmte Tierart spezialisiert. Bei Hunden vorkommende Papillomaviren sind das Canine Orale Papillomavirus sowie die Caninen Papillomaviren (CPV) 2, 3 und 4.
Innerhalb der betroffenen Tierart sind Papillomaviren ansteckend. Die Übertragung findet über die Haut statt, kleine Wunden oder Hautabschürfungen erleichtern den Viren das Eindringen. Nach einer Inkubationszeit von 4-8 Wochen treten die ersten Knötchen auf, die sich relativ schnell zu "richtigen" Warzen entwickeln.


Woran erkennt man, ob es eine richtige Warze ist oder nicht?

Da man vom bloßen Anschauen des Tumors oft nicht genau sagen kann, ob es sich jetzt um eine echte Warze oder z. B. einen Mastzelltumor handelt, sollte im Zweifelsfall bei Zubildungen/Tumoren immer eine Gewebeprobe entnommen werden und diese histologisch von einem Pathologen untersucht werden. Je nach Größe des Tumors oder je nach anatomischer Lage kann auch der komplette Tumor entfernt und zur Untersuchung eingeschickt werden. Die Therapie richtet sich dann nach der genauen Diagnose.

Wie kann man die Warzen entfernen?

Warzen können z. B. chirurgisch entfernt werden. Warzen des jungen Hundes bilden sich häufig nach einiger Zeit von alleine zurück. Sollte der Hund allerdings durch die Menge und Größe der Warzen, die oft im Maulbereich auftreten, beeinträchtig sein, sollte diese entfernt werden. Hier soll manchmal auch eine Autovakzine helfen können.  

Und zu guter Letzt. Was ist eine Autovakzine?

Eine Autovakzine ist eine speziell auf das auslösende Virus zugeschnittene "Impfung", die einen therapeutischen Effekt hat.
Dazu entfernt der Tierarzt einige größere Warzen und schickt diese an ein entsprechendes Labor. Dieses stellt dann die Autovakzine her und versendet sie an den Tierarzt. Die Hunde müssen nun an mehreren Tagen damit behandelt, d. h. gespritzt, werden. Das “Impfschema” umfasst meist je eine Spritze an den Tagen 0, 3 und 7; danach wird noch 3 Wochen lang einmal wöchentlich behandelt. Diese Option ist relativ teuer und zeitaufwändig, bei starkem, andauerndem Befall aber durchaus empfehlenswert.






***Die Antworten wurden von der Tierärztin Frau Anette Fach und hund.info verfasst***
**Das Bildrecht liegt bei beagleforum.de** 

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